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Zaton; „Strandritt“

Hier ist eine schöne Geschichte von einem Pferdeliebhaber!

Montag,  22. Juli 2006.

Können Sie sich einen Urlaub ohne Pferde vorstellen? Immer wenn ich an die Küste fahre, denke ich, wie ich mich ein bisschen vom Alltag, von der Arbeit, und auch vom Stall und meiner Stute erholen werde. Aber schon nach ein paar Tagen vermisse ich die Pferde, den Stallgeruch und das Grüne des Kontinents. In diesem Sommer gab es viel Wind und Regen. Das Wetter war für Schwimmen nicht geeignet, so dass meine Freundin und ich beschlossen haben, Zaton und den Reitklub „Libertas“ zu besuchen. Über die Pferde in Zaton hatte ich bereits viel gehört, auch von Leuten, die mit Pferden und Reiten eigentlich nicht viel zu tun haben. Nachdem uns unsere Kollegin, die auch ein Pferd hat, mit Begeisterung über die Strandtour erzählte, wollten wir, diesen Wanderritt auch mal ausprobieren. Natürlich wurden die Pläne immer in Zagreb im Winter geschmiedet, und einige Jahre passierte nichts, die Pläne blieben nur Pläne. Bis zu diesem regnerischen Sommer, als wir uns endlich entschlossen haben, nach Zaton zu fahren, um zu sehen, ob sich dieser langjährige Plan realisieren lässt. Wir haben unseren Sommerurlaub in 40 km entferntem Ort Pakostane verbracht, und deswegen haben wir auf der Landkarte Zaton aufgesucht und beschlossen, hin zu fahren.
Wir befürchteten, dass aus dem Reiten nichts sein wird, aus welchem Grund auch immer, aber wir waren entschlossen Zaton zu besuchen. Während der Fahrt regnete es, die Scheibenwischer arbeiteten ununterbrochen, wir wussten nur, dass Zaton unweit von Zadar liegt, und während Maja die Autokarte ließ, folgte ich die Straßenschilder. Die Anlage Zaton Holiday Resort   ist leicht zu finden, auch wenn man nie dort gewesen ist. In Zadar haben wir uns nach den Wegweisern nach Nin gerichtet. Wenn man einmal außerhalb von Zadar auf der Straße in Richtung Nin fährt, wird man von den Wegweisern nach Zaton geführt. Die Touristenanlage ist riesig, aber auch dort finden sie schnell den Weg zum Reitplatz mit Hilfe von Schildern mit Pferden. Als wir dort ankamen sind und aus den Wagen steigen, spürten wir gleich den bekannten Geruch und hörten bekannte Stimmen – wir freuten uns, dass wir angekommen sind, und begriffen, wie sehr wir die Pferde vermisst haben.

Der berühmte Strandritt

Wie wir befürchteten, waren alle Reitgruppen schon Tage vorher voll besetzt. Der nächste freie Termin war für uns nicht möglich, weil wir dann schon in Zagreb sein mussten. Wahrscheinlich sahen wir endlos traurig aus, so traurig, dass wir den freundlichen Gastgebern leid taten, und sie in dem Buch mit den Reservierungen zu blättern anfingen. Dann fingen sie an, etwas leise zu besprechen, im Buch durch zu streichen und zu schrieben, und am Ende boten sie uns eine Lösung an: wir könnten den nächsten Morgen mit den Kindern reiten. Es gehe um die berühmte Strandtour, aber in dieser Gruppe gäbe es viele Mädchen, so dass wir nicht galoppieren, sondern nur im Trab reiten durften. Natürlich haben wir zugesagt, trotz diesen  Bedingungen. Den nächsten Morgen mussten wir vor acht Uhr vor dem Stall sein. Das Wetter war weiterhin schlecht, der Wind Bora wehte, es war bewölkt, aber es regnete nicht. Wir waren pünktlich da. Die Mädchen, im Alter zwischen 12 und 14, waren auch schon da. Wir schwangen uns auf die Pferde und folgten dem Tourleiter auf die berühmte, jahrelang geplante Strandtour, wo man auf dem Sandstrand reitet.
Worte können das überwältigende Gefühl beim Reiten in der Natur leider nicht übermitteln. Es war windig, das Meer schäumte, in der Ferne sah man den Gebirgszug Velebit. Das Gelände war grasig und weich, wir sind am Städtchen Nin vorbei und weiter über Wiesen und Weiden geritten, dann stiegen wir zum Meer hinunter und ritten auf dem Sandstrand und durch das Wasser. Das Meer war wegen der Bora trüb und der Himmel grau wie Blei. Die Pferde gingen durch das Wasser, der Wind sauste, und alles sah aus, als ob wir auf einem anderen fernen Ort und in einer anderen Zeit wären. Leider findet alles ein Ende, so auch dieser Strandritt, aber es blieb ein Gefühl von Zufriedenheit und Erfüllung. Wir haben schöne Erinnerungen an das Reiten für den Winter aufbewahrt, wir haben auch Fotos, die uns an dieses herrliche Erlebnis immer erinnern werden. Wir empfehlen ihnen auf jeden Fall diese Strandtour mitzumachen, und wenn sie bis jetzt so etwas nicht geplant haben, denken sie mal darüber nach und machen einen Sprung nach Zaton“.

Aufgezeichnet von: Irma

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